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„ Räuber Klaus du alter Kloß, gleich ist hier die Hölle los."

Mia Hartmann schreibt über die Herbstreise nach Meudelfitz 2005

 

Unter diesem Motto fuhren wir mit 28 Kindern, von denen 10 Kinder mit unterschiedlichen Behinderungen sind, vom 05.10. bis 12.10.2005 nach Meudelfitz ins Wendland. Die Gruppe war vom Alter her quer gemischt und so hatten wir auch viele sehr junge Kinder dabei (ab 5 bis 12Jahre). Aber Meudelfitz ist ja auch eher für die jüngeren Kinder des Projekts gedacht.

Obwohl wir im Herbst gefahren sind, konnten wir auf Grund des guten Wetters, fast alle unsere Aktivitäten draußen stattfinden lassen und der Natur ein wenig näher kommen. So wurden regelmäßig die Bänke ins Freie gestellt und dort gebastelt, an der Feuerstelle geschnitzt oder einfach nur auf dem Boltzplatz Fußball gespielt. Auf der Suche nach unserem Maskottchen Räuber Klaus, der uns in unserem Alltag dort immer begleitete, machten wir uns auf zu einer Nachtwanderung und spielten das Chaos-Spiel. Unsere Abende verbrachten wir damit, gemütlich am Lagerfeuer zu sitzen oder wir mit unseren Laternen durch den Wald zu ziehen. Natürlich waren aber auch wir MeudelfitzerInnen ein Partyvolk. So gab es zum Beispiel eine „Wetten dass!"-Show, in der um den Abwasch gewettet wurde oder die VerliererInnen den „Schni Schna Schnappi" Song singen mussten und eine Abschiedsdisco, mit vielen Spielen. Die Kinder konnten sich ihre Beschäftigung am „Aktivitätenplan" selbst aussuchen und neue Ideen mit einbringen. Manche der Angebote wurden daher in kleineren Gruppen durchgeführt. Es gab aber auch Ausflüge, wie die Wanderung zum Wildgehege, an der wir alle gemeinsam teilgenommen haben und zusammen im Freien gepicknickt haben.

Die Kinder wurden auch mit in die alltäglichen Aufgaben, wie sauber machen oder abwaschen, einbezogen und konnten sich selbstständig in dafür vorgesehene Pläne eintragen. Dabei hat sich so mancheR PutzteufelIn herausgestellt und festgestellt, dass etwas für die Gemeinschaft machen auch ganz spaßig sein kann. Nach einigen Tagen hatten sich dann auch alle ganz gut eingelebt.

In diesem Jahr sah es so aus, dass es von der Pflege her, nicht nur auf Grund unserer behinderten TeilnehmerIinnen sondern auch wegen der vielen jungen Kinder, sehr aufwendig war aber das Team hat die Situation zusammen gut gemeistert, sodass es keine Einschränkungen bei der Freizeitgestaltung gab oder andere Kinder zu kurz kamen. Alles in allen war es eine gelungene Fahrt mit vielen neuen Erfahrungen und Ideen, die wir uns für das nächste Jahr warm halten werden.



Autor: Kai -- 21.5.2008 17:38:40